Linguistik online  9, 2/01

Zur Bedeutung der deutschen Modalpartikeln in Gesprächen
unter besonderer Berücksichtigung der Sprechakttheorie und der DaF-Perspektive

Kjell T. Heggelund


Abstract

Der vorliegende Aufsatz setzt sich aus vier Hauptabschnitten zusammen. Die Einleitung gibt einen kurzen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften der Modalpartikeln (MPn) als eigenständiger Wortklasse. Im zweiten Abschnitt (= ersten Hauptteil) wird der Versuch unternommen, die Bedeutung der deutschen Modalpartikeln eingehender zu erörtern. Unter Bedeutung verstehe ich die semantische und pragmatische Bedeutung bzw. Funktion der betreffenden Wörter. Eine bestimmte pragmatische oder semantisch-pragmatische Theorie wird in der Analyse eingesetzt, und zwar die so genannte Sprechakttheorie. In Abschnitt 3 (= zweitem Hauptteil) wende ich mich dann einem anderen Aspekt des Begriffes Bedeutung zu - dem kommunikativ-stilistischen Wert von MPn - wobei besonders die DaF-Perspektive berücksichtigt wird. Die Fragen, die hier im Zentrum des Interesses stehen, sind folgender Art und Weise: Wie wichtig sind die deutschen Modalpartikeln für deutsche Muttersprachler untereinander? Wie wichtig sind sie für Ausländer, die sich mit Deutschsprachigen unterhalten? Ist ein Gespräch ohne Verwendung von MPn besser oder schlechter als ein Gespräch mit Verwendung von vielen MPn? Inwiefern sind die MPn für Ausländer überhaupt lernbar bzw. lehrbar? Im Schlussteil fasse ich die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse zusammen, wobei ich auch einen Blick in die Zukunft werfe. Zwei Anhänge enthalten authentische Sätze mit deutschen und norwegischen MPn (denn, doch, ja, ruhig, schon, wohl bzw. , jo, nok, vel) aus einer Derrick-Folge und einer Donald Duck-Geschichte.


 

full text